Zone W4 · Lenzburg
Aargau · BFS 4201 · Gemeindeprofil · alle 16 Zonen
Die Zone W4 in Lenzburg (Aargau) ist mit 8 Regelwerten aus der Bau- und Zonenordnung erfasst: Vollgeschosse ≥ 3 Vollgeschosse, Ausnützungsziffer ≤ 0.8, Grenzabstand (klein) ≥ 6 m, Gebäudelänge ≤ 60 m. Jeder Wert mit Fundstelle im Reglement, dazu die Pflichtunterlagen fürs Baugesuch und der Eingabeweg der Gemeinde.
Pflichtunterlagen fürs Baugesuch
- Begründungen, Unterlagen und Pläne zum Bauvorhaben
- Bauprofile (Profilierung)
- Situationsplan (aktuelle Katasterplankopie)
- Grundrisse aller Stockwerke 1:100
- Sämtliche Aussenansichten 1:100
- Quer- und Längsschnitte 1:100
- Kanalisationsplan 1:100 gemäss Wegleitung Siedlungsentwässerung
- Baugesuchsformular (kommunal bzw. digitale Erfassung im eBau-Portal)
- Energienachweis
- Unterschrift bzw. Zustimmung aller Grundeigentümer (Vollmachten bei Miteigentum)
- Einreichung in 2 Exemplaren, dreifach unterzeichnet
- Zusätzliche digitale Einreichung als PDF
- Meldepflicht Baustadien
Kantonale Baseline plus gemeindespezifische Positionen. Details und Formulare im Gemeindeprofil.
Einreichung und Kontakt
- Stadtplanung & Hochbau (Bauverwaltung)
- 062 886 45 20
- hochbau@lenzburg.ch
- alle Kontaktangaben
Bestimmungen, die diese Zone erwähnen
Alle Artikel der BZO Lenzburg, in denen «W4» namentlich vorkommt, zum Nachlesen im Wortlaut.
Art. 12BZO Bau- und Nutzungsordnung Lenzburg · S. 6
Höhere Bauten
1In den im Bauzonenplan speziell bezeichneten Gebieten (Perimeter für Höhere Bauten) sind Höhere Bauten im Rahmen eines Gestaltungsplans möglich. Die Zulässigkeit von Höheren Bauten setzt einen besonders geeigneten Standort und eine besonders hochwertige Gestaltung voraus. Die Beurteilung dieser Gestaltungspläne hat immer über das jeweilige Areal hinauszureichen und ein städtebaulich zweckmässiges Gebiet zu umfassen. Es muss ein Richtprojekt oder ein Entwicklungsrichtplan zugrunde gelegt werden, welches/r in einem qualitätssichernden Verfahren (insbesondere Wettbewerb oder Studienauf trag) unter Einbindung der Stadt erarbeitet wird. Wenn der Gestaltungsplan auf Basis eines Entwicklungsrichtplanes erarbeitet wird, ist darauffolgend für das Bauprojekt ein qualitätssicherndes Verfahren (insbesondere Wettbewerb oder Studienauftrag) durchzuführen.
2Der Gestaltungsplan stellt sicher, dass Höhere Bauten städtebaulich gut situiert und verkehrlich gut erschlossen sind und beinhaltet insbesondere:
–die städtebaulich vertretbare Gesamthöhe der Höheren Bauten, welche Rücksicht auf den baulichen, freiräumlichen und infra strukturellen Kontext der näheren Umgebung nimmt, nament lich den Schattenwurf. Die maximale Gesamthöhe beträgt 30 m bzw. 38 m gemäss Bauzonenplan,
–den Beitrag des Vorhabens zur Lesbarkeit der städtebaulichen Struktur, namentlich die Akzentuierung wichtiger Strassenund Sichtachsen und der Definition öffentlicher Räume,
–Freihaltung der Sichtverbindungen von den wichtigsten Blick punkten und Stadtzufahrten auf das Schloss, …
Art. 14BZO Bau- und Nutzungsordnung Lenzburg · S. 7
Zonenübersicht Tabelle mit der Zonenübersicht vgl. Folgeseite
1Die mit « – » bezeichneten Masse sind frei (vorbehältlich übergeordneter Vorschriften) 1) Über diese Masse entscheidet der Stadtrat unter Berücksichti gung der beteiligten öffentlichen und privaten Interessen, insbesondere der Einpassung ins ortsbauliche Umfeld sowie der Immissions-, Belichtungs- und Besonnungsverhältnisse. 2) Diese Masse werden im Gestaltungsplan festgelegt. 3) Ermittlung Fassadenhöhe:
–In der Ebene (Hangneigung ≤ 10 %) gilt für Flachdachbauten mit Attika nur die Fassadenhöhe 2.
–In Hanglage ist die Fassadenhöhe 1 talseitig einzuhalten. Es wird ein Zuschlag von 1.0 m gewährt. 4) In den Wohnzonen W2a, W3 und W4 sowie in den Wohn- und Arbeitszonen WA2, WA3 und WA4 können die Fassadenund Gesamthöhen und die Nutzungsziffer gemäss § 54 Abs. 3 erhöht werden. 5) Gegenüber angrenzenden Wohn- sowie Wohn- und Arbeitszonen sind deren Grenz- und Gebäudeabstände einzuhalten. 6) In den im Bauzonenplan bezeichneten lärmvorbelasteten Flächen gilt die Empfindlichkeitsstufe III. 7) Werden Grundstücke nur teilweise überbaut, so ist der Nachweis zu erbringen, dass mit einer zonengemässen Überbauung des restlichen Grundstücks die Mindestausnutzung erreicht werden kann. Der Stadtrat kann Ausnahmen gestatten, wenn das Grundstück wegen öffentlich-rechtlicher Baubeschränkungen nicht voll überbaubar ist. 8) Die Geschossigkeit in der Ringzone ist je Bereich im Bauzonen plan bezeichnet.
2In allen Bauzonen sind sowohl die offene wie die geschlossene Bauweise zuläs sig, soweit die …
| Bauzonen | Ausnützungszi f fer | 7) Mindestausnützung | Vollgeschosse | Gesamthöhe (m) | 3) Fassadenhöhe 1 (m) | Fassadenhöhe 2 3) Flachdach mit Attika (m) | Grenzabstand klein (m) | Grenzabstand gross (m) | Gebäudelänge (m) | Verkaufs l fäche (m²) | Mindest l fäche bei Arealüberbauung (m²) | Emp i fndlichkeitsstufe (ES) Lärmschutzverordnung (LSV) | Weitere Zonenbestimmungen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Altstadtzone A | 1) | – | 1) | 1) | 1) | – | 1) | 1) | – | 1) | nicht zulässig | III | § 16 |
| Weitere Schutzzonen WS B – L | 1) | – | 1) | 1) | 1) | – | 1) | 1) | – | 1) | nicht zulässig | III | § 17 |
| Ringzone R | 1) | – | 4 8) 3 8) | 17 14 | 14.5 11.5 | 17 14 | 1) | 1) | – | 1) | nicht zulässig | III | § 18 |
| Spezialzone Bahnhofstrasse – Malaga SpBM | 1) | 1) | 4 | 17 | 14.5 | 17 | 1) | 1) | – | 1) | nicht zulässig | III | § 19 |
| Bahnhofszone B | 2) | 2) | 4 | 17 | 14.5 | 17 | 1) | 1) | – | 2) | nicht zulässig | III | § 20 |
| Spezialzone Gleis Nord SpGN | 2) | – | 2) | 19 | – | 2) | 2) | 2) | 400 | nicht zulässig | III | § 21 | |
| Spezialzone Aabach Nord SpAN | 2) | – | 20.0 | – | – | 2) | 2) | 2) | 2) | nicht zulässig | III | § 22 | |
| Wohn- und Arbeitszone WA3 | 0.9 | 0.8 | – | 15.5 4) | 11.5 4) | 14 | 4.0 | 8.0 | 60 | 700 | 2 000 | III | § 24 |
| Wohn- und Arbeitszone WA2 | 0.7 | 0.6 | – | 12.5 4) | 8.5 4) | 12 | 4.0 | 6.0 | 60 | 500 | 1 500 | III | § 24 |
| Wohnzone W4 | 0.8 | 0.7 | – | 16 4) | 13.5 4) | 16 | 6.0 | 10.0 | 60 | 500 | 2 000 | II 6) | § 23 |
| Wohnzone W3 | 0.7 | 0.6 | – | 14.5 4) | 10.5 4) | 14 | 6.0 | 8.0 | 60 | 500 | 2 000 | II 6) | § 23 |
| Wohnzone W2a | 0.55 | – | – | 11.5 4) | 7.5 4) | 11 | 4.0 | 8.0 | 30 | 500 | 1 500 | II 6) | § 23 |
| Wohnzone W2b | 0.35 | – | – | 11.5 | 7.5 | 11 | 4.0 | 8.0 | 30 | 500 | 1 500 | II | § 23 |
| Arbeitszone AR2 | 1) | – | – | 20.0 | – | – | 1) 5) | 1) 5) | – | 700 | – | IV | § 25 |
| Arbeitszone AR1 | 1) | – | – | 15.0 | – | – | 1) 5) | 1) 5) | – | 700 | – | III | § 25 |
| Zone für öffentliche Bauten und Anlagen ÖB | 1) | – | – | 1) | 1) | – | 1) 5) | 1) 5) | – | – | – | III | § 27 |
| Spezialzone Oberrain SpO | 1) | – | – | 12.0 | – | – | 1) | 1) | – | 1) | – | IV | § 26 |
| Grünzonen GR | – | – | – | 1) | 1) | – | 1) | 1) | 1) | – | – | – | § 28 |
Tabelle von S. 7 des Originals, Zellstruktur automatisch gelesen. Verbindlich ist das Original-PDF.
Art. 23BZO Bau- und Nutzungsordnung Lenzburg · S. 11
Wohnzonen
1Wohnzonen dienen vorrangig dem Wohnen.
2Zulässig sind Wohnnutzungen und nicht störende Betriebsnutzungen. Nicht zulässig sind Verkaufsgeschäfte oder Zusammenfassungen von solchen (Stand ort) mit insgesamt mehr als 500 m² Verkaufsfläche.
3In den Wohnzonen W3 und W4 sind mindestens 3-geschossige Bauten zu erstel len. Der Bau von freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern ist nicht zulässig. Ausnahmen können bewilligt werden, wenn auf untergeordneten Flächen der Bau von Mehrfamilienhäusern nicht möglich ist.
Art. 54BZO Bau- und Nutzungsordnung Lenzburg · S. 19
Innenentwicklung
1Das Bauland ist im Rahmen der baurechtlichen und ortsbaulichen Gegeben heiten optimal auszunützen. Die Baubewilligung kann verweigert werden, wenn ein Grundstück offensichtlich unzweckmässig ausgenützt wird und der Nachweis einer später möglichen zonengemässen Überbauung nicht erbracht werden kann. 36 37 STADT LENZBURG BAU- UND NUTZUNGSORDNUNG STADT LENZBURG BAU- UND NUTZUNGSORDNUNG
4BAUBEGRIFFE UND MESSWEISEN 4.2 INNENENTWICKLUNG
4BAUBEGRIFFE UND MESSWEISEN 4.3 GEWERBE
2Werden in den zweigeschossigen Wohnzonen (W2a / W2b) auf einem Grund stück von weniger als 2 000 m² pro 1 000 m² mindestens 3 Wohneinheiten erstellt, erhöht sich die zulässige Ausnützungsziffer um 10 %.
3Innerhalb der Wohnzonen W2a, W3 und W4 sowie in den Wohn- und Arbeitszo nen WA2 und WA3 kann zur Förderung einer qualitätsvollen, dichten Bauweise nach den folgenden Bedingungen und Grundmassen gebaut werden. Voraus gesetzt werden eine gute Gesamtwirkung von Bauten und Anlagen, Freiräumen sowie eine ansprechende Umgebungsgestaltung und eine rationelle Parkierung. Die Gliederung der Volumen hat den bestehenden Bau- und Freiraumstruktu ren zu entsprechen. Die qualitativen Anforderungen gemäss Arealüberbauung (§ 39 BauV) sind sinngemäss anzuwenden, wobei der haushälterische Umgang mit dem Boden im Vordergrund steht. Für weitere Nutzungsboni (z.B. § 35 BauV) gilt die Anwendung analog der Arealüberbauung. minimal erforderliche Grundstücksfläche (m²) Anzahl Vollgeschosse (ohne Attika-/Dachgeschoss) Fassadenhöhe (m) Ausnützungsziffer Wohnzone W2a 1 …
Art. 55BZO Bau- und Nutzungsordnung Lenzburg · S. 20
Arealüberbauungen
1Arealüberbauungen sind in den Wohnzonen W4, W3, W2a und W2b sowie den Wohn- und Arbeitszonen WA3 und WA2 zulässig.
2Arealüberbauungen müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:
a)Es ist die gemäss § 14 minimale Arealfläche erforderlich, wobei bestehende Bauten miteinbezogen werden können, sofern die Überbauung als Ganzes den Anforderungen genügt und sich eine sinnvolle Abgrenzung des Areals ergibt.
b)Die nicht für Besuchende reservierten Abstellplätze sind in unter irdischen Sammelgaragen vorzusehen. Sofern Arealgrösse und Überbauungsart eine vorteilhafte Lösung erlauben, ist auch eine oberirdische Parkierung möglich.
c)Die zonengemässen Gesamt- und Fassadenhöhen können um höchstens 3.2 m (1 Vollgeschoss) erhöht werden, wenn dadurch ein siedlungs- und landschaftsgestalterisch besseres Ergebnis erzielt wird. 4.3 Gewerbe
Art. 73BZO Bau- und Nutzungsordnung Lenzburg · S. 23
Mobilfunkantennen
1Mobilfunkantennen, welche als solche erkennbar sind, dürfen in den Bauzonen
–in erster Priorität in den Arbeitszonen AR1 und AR2 sowie der Spezialzone Oberrain,
–in zweiter Priorität in den Wohn- und Arbeitszonen WA2, WA3 und WA4, der Spezialzone Bahnhofstrasse – Malaga, der Bahnhofszone, den Spezialzonen Gleis Nord und Aabach Nord, sowie der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen ÖB,
–in dritter Priorität in der Altstadtzone, der Ringzone, den weiteren Schutzzonen B – L und den Wohnzonen W2, W3, W4 erstellt werden. In Bauzonen untergeordneter Priorität kann eine als solche erkennbare Mobilfunkantenne nur erstellt werden, wenn ihre Erstellung in den Bauzonen übergeordneter Priorität nicht möglich ist. Zudem kann in der Alt stadtzone, der Ringzone, den weiteren Schutzzonen B – L und den Wohnzonen W2, W3, W4 (3. Priorität) eine als solche erkennbare Mobilfunkantenne nur erstellt werden, wenn sie vorwiegend die Versorgung dieser Zone bezweckt.
6Schutzvorschriften 6.1 Ortsbildschutz
Zweck, Nutzung und Lärmempfindlichkeit
«Wohnzonen dienen vorrangig dem Wohnen.» · Art. Art. 23 Abs. 1
Wortgetreu aus dem Reglement. Am einzelnen Grundstück kann die Empfindlichkeitsstufe durch Überlagerungen abweichen; parzellenscharf antwortet der ÖREB-Kataster.
Zulässige Masse laut BZO
| Parameter | Wert | Fundstelle | Sicherheit |
|---|---|---|---|
| Vollgeschosse | ≥ 3 Vollgeschosse | Art. 23, S. 11 | 0.90 |
| Ausnützungsziffer | ≤ 0.8 | Art. 14, S. 7 | 0.90 |
| Ausnützungsziffer | ≥ 0.7 | Art. 14, S. 7 | 0.90 |
| Gesamthöhe | ≤ 16 m | Art. 14, S. 7 | 0.90 |
| Fassadenhöhe | ≤ 13.5 m | Art. 14, S. 7 | 0.90 |
| Grenzabstand (klein) | ≥ 6 m | Art. 14, S. 7 | 0.90 |
| Grenzabstand (gross) | ≥ 10 m | Art. 14, S. 7 | 0.90 |
| Gebäudelänge | ≤ 60 m | Art. 14, S. 7 | 0.90 |
Extrahiert aus der BZO Lenzburg (Original). Niedrige Sicherheit heisst: unsicher gelesen, bitte an der Quelle prüfen. Assistenzdaten, keine Rechtsauskunft.