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Unterlagen für eine Zweckänderung in Rheinfelden

Aargau · Gemeindeprofil · andere Gemeinde

Ein Baugesuch für eine Zweckänderung in Rheinfelden braucht 9 Unterlagen in jedem Fall und 12 weitere nur unter Bedingungen. Die Liste folgt den Vorgaben des Kantons Aargau und der Gemeinde Rheinfelden, je mit Rechtsgrundlage. Zum Abhaken am Bildschirm oder ausgedruckt.

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Pläne

  • Hinweis: Bei geringfügigen Vorhaben können Gemeinderat und Abteilung für Baubewilligungen eine vereinfachte Eingabe gestatten.

    Das Baugesuch muss die für die Beurteilung notwendigen Begründungen, Unterlagen und Pläne enthalten (§ 60 BauG, § 51 Abs. 1 BauV).

    § 51 Abs. 1 und 5 BauV; § 60 Abs. 1 BauG

  • Hinweis: Bauprofile publikationspflichtiger Vorhaben müssen Höhen, Umrisse, Dachneigung, Erdgeschosskote und Terrainveränderungen erkennen lassen.

    Publikationspflichtige Vorhaben sind zu profilieren: Höhen, Umrisse, Dachneigung, Erdgeschosskote, Terrainveränderungen (§ 53 BauV).

    § 53 Abs. 1 BauV; § 60 Abs. 3 BauG

  • Situationsplan 1:500 oder 1:1000 in 2 Exemplaren, dem aktuellen Stand entsprechend, mit vermasstem Projekteintrag in Rot sowie Angaben bezogen auf das Höhenfixpunktnetz der Stadt Rheinfelden, Baulinien und Abstände; zusätzlich ein Situationsplan mit den angrenzenden Parzellen.

  • Grundrisse, Schnitte, Ansichten und Umgebungsplan mit Nutzungsangaben, Vermassung, Materialangaben, Boden- und Fensterflächen, Raumhöhen, Raumbezeichnungen, Absturzsicherheit, Zufahrten und Sichtzonen. Bei Um- und Anbauten kolorierte Pläne (schwarz/grau bestehend, rot neu, gelb Abbruch).

Formulare und Nachweise

  • Die Gemeinden bieten entsprechende Formulare an (§ 51 Abs. 2 BauV); in eBau-Gemeinden ersetzt die digitale Erfassung das physische Formular.

  • Nachweis der Einhaltung der Energiegesetzgebung (§ 51 Abs. 1 lit. a BauV).

  • Das Baugesuch ist von der Grundeigentümerschaft zu unterzeichnen oder mit deren schriftlicher Zustimmung bzw. Vollmacht einzureichen. Bei Miteigentum oder Erbengemeinschaft müssen ALLE Miteigentümer unterschreiben oder bevollmächtigen; fehlt eine Unterschrift, fehlt die Legitimation und das Gesuch wird nicht behandelt.

    Unterschriftenfeld «Grundeigentümer/in / Bevollmächtigte/r» des kantonalen Baugesuchsformulars

  • Das kommunale Baugesuchsformular (Stand 15.11.2024) ist in 2 Exemplaren einzureichen, unterschrieben von Bauherrschaft, Projektverantwortlichen und Eigentümerschaft, inkl. Angabe des Datums, an dem die Profile zur Abnahme bereit sind.

  • Ein aussagekräftiger Projektbeschrieb ist in 2 Exemplaren einzureichen; die Stadt stellt dafür eine Vorlage bereit (https://www.rheinfelden.ch/wAssets/docs/stadt/verwaltung/Baugesuchsverfahren-Projektbeschrieb.pdf).

Nur wenn zutreffend

Diese Unterlagen verlangt die Behörde nur, wenn die genannte Bedingung auf Ihr Vorhaben zutrifft.

  • Nur wenn: Wo es die Beurteilung erfordert, können weitere Unterlagen verlangt werden, etwa Detailpläne, Lärmnachweis, Fotomontagen, Modelle oder Schattendiagramme.

    Grundrissplan auf beglaubigtem AV-Auszug, Detailpläne, Lärmnachweis, Fotomontagen, Modelle, Schattendiagramme (§ 51 Abs. 3 BauV).

    § 51 Abs. 3 BauV

  • Nur wenn: In eBau-Gemeinden

    In eBau-Gemeinden sind sämtliche Gesuchsunterlagen digital über das Portal einzureichen; Korrespondenz läuft digital.

  • Nur wenn: Neue Wohnungen oder andere lärmempfindliche Räume in Empfindlichkeitsstufe III oder IV, oder Anlagen mit Lärmemissionen (Tiefgarage mit Ein-/Ausfahrt, Wärmepumpe, Lüftung, Gewerbe).

    Bundesrecht, gilt in jedem Kanton: Wer neue lärmempfindliche Räume (Wohnungen) in lärmbelasteten Gebieten baut, weist nach, dass die Immissionsgrenzwerte eingehalten sind (Art. 31 LSV); Baugesuche für neue oder geänderte Anlagen mit Lärmemissionen (Tiefgarage, Wärmepumpe, Gewerbe) enthalten Angaben zu den Aussenlärmimmissionen und zu den Massnahmen (Art. 34 LSV).

    Art. 31 und Art. 34 Lärmschutz-Verordnung (LSV, SR 814.41)

  • Als projektbezogene Unterlage: amtlicher Grundbuchauszug und nachbarrechtliche Vereinbarungen in 1 Exemplar.

  • Wasser- und Kanalisationsgesuch mit Situationsplan 1:500/1:1000 (Kanalisations- und Wasseranschluss), Projektplänen min. 1:100 mit Leitungsquerschnitten, Gefälle, Koten und Material, Längenprofil der Leitungen vom Fallstrang bis zur öffentlichen Kanalisation sowie Angabe des beauftragten Sanitärinstallateurs.

  • Flächenberechnung nach SIA-Norm 416 'Flächen und Volumen von Gebäuden' in 2 Exemplaren; Baukosten im Formular nach umbautem Raum SIA 416.

  • Gesuch für die kommunale Brandschutzbewilligung und Meldeformular QS-Verantwortlicher Brandschutz je 2-fach (Formulare auf rheinfelden.ch).

  • Baugesuchsformular Hindernisfreies Bauen (Procap, Olten) in 2 Exemplaren.

  • Umgebungsplan 2-fach mit Flächennachweis, Nachweis der Kinderspielflächen, Pflanzenliste und Materialangaben.

  • 2-fach: Antrag zur Leistung einer Ersatzabgabe oder entsprechende Schutzraum-Planunterlagen.

  • Projektbezogen je 2-fach: detaillierte Berechnung der Ausnützungsziffer mit Schema, Parkplatznachweis nach geltender VSS-Norm mit Plannachweis über die Parkfelder, Lärmschutznachweis und Wohnungsspiegel.

  • Nur wenn: Wo es die Beurteilung erfordert

    Wo es die Beurteilung erfordert (z.B. Altstadt-Schutzzonen, Gestaltungsplanareale), kann ein Modell in 1 Exemplar verlangt werden; Gemeinderat und kantonale Abteilung für Baubewilligungen können gestützt auf § 51 Abs. 3 BauV weitere Unterlagen verlangen.

Einreichen

Baugesuche in Rheinfelden laufen über Papier. Zuständig ist Stadtbauamt, Sektion Baubewilligung, Marktgasse 16, 4310 Rheinfelden. Kontakt · Formulare der Gemeinde

Unterlagen beisammen?

baureif prüft Ihr Dossier vor der Eingabe: ob alle Unterlagen dabei sind und ob die Masse der Bau- und Zonenordnung von Rheinfelden entsprechen, jede Beanstandung mit Fundstelle.

Dossier prüfen

Assistenzdaten, keine Rechtsauskunft. Massgebend sind die Vorgaben der Baubehörde von Rheinfelden; im Einzelfall kann sie weitere Unterlagen verlangen.