← BZO Kaiseraugst · Inhaltsverzeichnis

Art. 37 · Arealüberbauungen bezüglich Zentrumszone

BZO Bau- und Nutzungsordnung · S. 18 · Original-PDF

Die im Bauzonenplan bezeichneten und im Anhang 2 aufgelisteten Gebäude sind von Gebäude mit Substanzschutz kulturhistorischem oder baugeschichtlichem Wert und in ihrer Substanz, das heisst in der Grundstruktur, der Fassadengestaltung, der inneren Raumordnung und in ihrer wertvollen historischen Oberfläche (zum Beispiel Wandmalerei, Stuckdecken usw.), ge­ schützt. Sie sind zu unterhalten und dürfen nicht abgebrochen werden. Soweit dies mit dem Schutzziel vereinbar ist, dürfen sie aus- und umgebaut werden. Sämtliche bauliche Massnahmen an diesen Objekten - auch Änderungen am Innenaus­ bau, Änderung der äusseren Farbgebung, Ersatz von Türen, Fenstern und Fensterläden, Aussen- und Innendämmung im Bereich des Mauerwerks und des Daches, Umgestal­ tung der Freiräume usw. - sind bewilligungspflichtig (erweiterte Bewilligungspflicht). 18/39 PLANAR Bau- und Nutzungsordnung (BNO) | Gemäss § 15 BauG Für Veränderungen an Gebäuden mit Substanzschutz wie Renovationen, Um- oder Er­ gänzungsbauten vermittelt der Gemeinderat eine kostenlose Erstberatung durch eine Fachperson. '* Zur Beurteilung von Bauvorhaben an Gebäuden mit Substanzschutz sowie der für die Er­ haltung erforderlichen Massnahmen sowie deren Verhältnismässigkeit kann der Ge­ meinderat auf Kosten der Bauherrschaft ein Gutachten einer qualifizierten Fachperson einholen.

5Werden die gesetzlichen Abstände, die nach BauG einer Zustimmung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt erfordern, unterschritten, so setzen Um- und Wiederaufbau ebenfalls dessen Zustimmung voraus. ® Wer ein unter Substanzschutz gestelltes Objekt rechtswidrig verändert, beeinträchtigt, beseitigt oder verwahrlosen lässt, ist zur Wiederherstellung auf eigene Kosten verpflich­ tet. § 37 Arealüberbauungen bezüglich Zentrumszone h.

b)der Bauzonenplan vom 02. April 2003 sowie die seither erfolgten Teiländerungen 29/39 PLANAR Bau- und Nutzungsordnung (BNO) | Gemäss § 15 BauG

10Anhang A Anhang 1 Liste der Schutzzonen und Schutzobjekte Naturschutzzonen im Kulturland (vergleiche § 28 BNO) Kategorie Nummer Plan Lage Gassenacher / Böse Sulz Trockenstandorte TOOl KLP Churzmatt T003 KLP T004 Lienerthalde KLP Violenbach / Hohwart T005 KLP Augsterstich und Bahnböschung KLP T009 westwärts TOll Augsterstich Ost KLP Aurica T013 KLP Hohlandscheft T014 KLP Naturschutzzone mit Mehr­ NM015 Böötme KLP fachfunktion Augsterstich NM016 KLP Hard NM017 KLP Naturschutzzone Wald (vergleiche § 31 BNO) Plan Kategorie Nummer Lage Bioseberg, Rheinbord, TanNaturschutzzone Wald N018 KLP nechopf, Rifelderhübel Uf em Berg KLP N019 Im Rohr N025 KLP Schwimmbad Feucht- und Nassstandorte Fe020 KLP Kraftwerk KLP Fe021 Challermatt Fe022 KLP Challermatt Fe023 KLP Challermatt Fe024 KLP Ergolz Fe026 KLP Eichenwaldreservat Rheinfel­ Eichenwaldreservate E027 KLP derberg Eichenwaldreservat Rheinfel­ E028 KLP derberg Altholzinsel Challere P055 KLP 30/39 PLANAR Bau- und Nutzungsordnung (BNO) | Gemäss § 15 BauG Naturobjekte (vergleiche § 34 BNO) Plan Kategorie Nummer Lage Hecken mit Pufferstreifen Pfaffenacher Ost BZP 006 Pfaffenacher West BZP 007 Marchstei KLP 029 Dachshalde KLP 030 Ufern Berg / Reservoir KLP 031 Im Zelgli KLP 032 BZP/KLP Im Rohr (beidseitig SBB) 033 034 Im Zelgli West KLP Lienerthalde KLP 035 Churzmatt KLP 036 Landstrasse BZP 037 Gstalte BZP 038 Wolfheulete KLP 039 Gassenacher 040 KLP Im Zelgli Ost KLP 041 Uf em Berg KLP 042 BZP 056 Rinau Challere KLP 059 Challere KLP 060 Sagerweg KLP 061 KLP 062 Sagerweg Wolfheulete Geschützte Waldränder 043 KLP Churzmatt KLP 044 Rifeiderbode KLP 045 Hochstamm-Obstbestände Lienerthalde KLP 046 Schulhaus Dorf BZP Einzelbäume 047 Altersheim BZP 048 Uf em Berg KLP 049 Hard KLP Aussichtspunkte 050 Im Rohr KLP 051 052 Langi Jurte KLP Rifeiderbode 053 KLP Wolfheulete KLP 054 Im Zelgli 057 KLP Lienerthalde KLP 058 31/39 PLANAR Bau- und Nutzungsordnung (BNO) | Gemäss § 15 BauG B Anhang 2 Liste der kantonal und kommunal geschützten Bauten und Kulturobjekte Kommunal geschützte Gebäude (vergleiche § 37 BNO) Kommunal geschützte Gebäude (vergleiche § 73 Abs.2 BNO] i. V. m. § 25 BNO vom 2. April 2003 Geb. Nr. Parz. Nr. Nr. Objekt Strasse/Nr. Röm.-kath. Pfarrkirche 906 Heidemurweg 148 117 907 Röm.-kath. Pfarrhaus Heidemurweg 30 150 117 Gasthof "Zum Adler" Dorfstrasse 35 908 46 16 Gasthof "Zur Sonne" Dorfstrasse 52 909 93 93 911 Doppelmehrfamilienhaus Mühlegasse 15/17 164,169 164 Wohnhaus "Villa Natterer" 912 Mühlegasse 19 200 165 913 Wohnhaus Dorfstrasse 51, 53 21 50 Bäuerlicher Vielzweckbau Dorfstrasse 30 914 82 80 915 Bäuerlicher Vielzweckbau Dorfstrasse 50 95 92 917 Wohnhaus Lindenweg 4 14 63 Altes Schulhaus Dorfstrasse 20 918 144 71 Bahnhof und Güterschuppen Bahnhofstrasse 39/41 919 168 131 Christkatholisches Pfarrhaus Kirchgasse 9 922 31 22 Bäuerlicher Vielzweckbau 923 Dorfstrasse 26 79 77 Trafohäuschen Allmendgasse 925 128 Kommunal geschützte Kulturobjekte (vergleiche § 37 BNO) i Geb. Nr. j Parz. Nr. Brunnen, 1863 [ng [ Objekt Strasse/Nr. Dorfstrasse 24 920 A 533 920 B Brunnen, um 1900 58 Fähriweg, bei der Anla­ gestelle 920 C Dorfstrasse 40 Brunnen, um 1900 84 921 A Wegkreuz, 1703 Mühlegasse 1 243 921 B Wegkreuz, 20. Jh. Junkholzweg 1 742 921 C Wegkreuz, um 1750 Dorfstrasse/Kirchgasse 26 Grenzstein zum Kanton Ba- Giebenacherstrasse 924 823 selland (1862) Brücke über die Ergolz Kraftwerkstrasse 926 229,764 PLANAR 32/39 Bau- und Nutzungsordnung (BNO) | Gemäss § 15 BauG Gebäude unter kantonalem Denkmalschutz Strasse/Nr. Objekt Geb. Nr. Parz. Nr. Nr. Römische Kastellmauer, diverse Standorte 5, 448, 71, 81, 83, 1 871 sogenannte "Heidenmauer" Christkatholische Pfarrkirche Kirchgasse 40 32a 21 2 Dorfstrasse 35 46 16 3 Wirtshausschild zum "Adler" Dorfstrasse 19 4 Rheinthermen 1196 5 Zwei römische Ziegelbrenn- Schwarzackerstrasse 357 1057 5 Öfen Ruinen des römischen Ge- Landstrasse 30 500 257 6 Werbebetriebes Schmidmatt Römerweg/Linerweg Gräberfeld im Sager 977, 978 7 33/39 PLANAR Bau- und Nutzungsordnung (BNO) | Gemäss § 15 BauG C Anhang 3 Weiterhin gültige Bestimmungen gemäss der BNO vom 02. April 2003 für den gemäss Bauzonenplan von der Revision ausgeklammerten Bereich (Orientierungsinhalt) §37 Arealüberbauungen Arealüberbauungen sind in den Zonen W 0.45, W 0.55, W 0.6 und ZZ zulässig. Zonenzulässigkeit Arealüberbauungen müssen neben den Bestimmungen von § 21 ABauV folgende Vo­ Voraussetzungen raussetzungen erfüllen:

a)Die Mindestflächen für Arealüberbauungen betragen: Zone W 0.45: 6000 m2 Zonen W 0.55 W 0.6 und ZZ: 5000 m2

b)Die notwendigen Abstellplätze, exklusive Besucherpark-plätze, sind in unterirdi­ Parkierung schen Sammelgaragen zusammen-zufassen. Sofern Arealgrösse und Überbauungs­ art eine vorteilhafte Lösung erlauben, ist auch eine oberirdische Parkierung mög­ lich. ’ Bei Erfüllung der Voraussetzungen sind gegenüber der Regelbauweise folgende Abwei­ Zonenabweichung chungen möglich:

a)Die zonengemässe Ausnützungsziffer kann im Rahmen der gleitenden Skala (An­ hang 5) erhöht werden. Bei Arealen unterschiedlicher Zonenzugehörigkeit sind ge­ ringfügige Nutzungs- und Ausnutzungsverschiebungen zulässig.

b)Die zonengemässe Geschosszahl darf bis auf maximal folgende Zahl erhöht werden: W 0.55: 3 Geschosse W0.6: gemäss § 6 Abs. 4 BNO Die Gebäude- und Firsthöhen dürfen pro zusätzliches Geschoss um maximal 3 m er­ höht werden. In den übrigen Zonen ist eine Erhöhung der Geschosszahl, Gebäude- und Firsthöhen nicht zulässig.

c)Arealinterne Grenz- und Gebäudeabstände können reduziert werden (auch bei Mehrfamilienhäusern), wenn die genügende Besonnung nachgewiesen ist. Gegen­ über Nachbarparzellen ist der zonengemässe Grenzabstand einzuhalten. Die Umge- 38/39 PLANAR Bau- und Nutzungsordnung (BNO) | Gemäss § 15 BauG bung darf nicht durch mehr als zonengemässen Schattenwurf oder Lichtentzug be­ nachteiligt werden. Für Gebäude mit mehr als der zonengemässen Ge-schosszahl ist ein vergleichendes Schattendiagramm vor-zulegen.

d)Von der vorgeschriebenen Dachform kann abgewichen werden. 39/39 PLANAR Kanton Aargau Departement Bau, Verkehr und Umwelt AENDERUNG Nr. Z zu Bno/Bo/No vorn

U.S. 20011 Genehmigung durch den Regierungsrat mit RRB Nr. 9.620.-occAui k vom: . -htete\ e-Osk6 Im Auftrag der Staatskanzlei: Aarau, den a . c5Nc3,‘„z>z›,, sbck Abteilung Raumentwicklung BVU Abteilung Raumentwicklung GEMEINDE KAISERAUGST Kanton Aargau Leben. Arbeiten. Zuhause sein. Teilrevision Nutzungsplanung Zonenplan / Sondernutzungsplanung Teiländerung Bau- und Nutzungsordnung § 37 Arealüberbauungen Zonenzulässigkeit

1Arealüberbauungen sind in den Zonen W 0.45, W 0.55, W 0.6 und ZZ zulässig. Voraussetzungen 2 Arealüberbauungen müssen neben den Bestimmungen von

Original-Wortlaut, automatisch extrahiert und typografisch neu gesetzt. Massgeblich ist die amtliche Publikation der Gemeinde. Assistenzdaten, keine Rechtsauskunft.