Art. 102 · Inkrafttreten
BZO Baugesetz der Stadt Chur · S. 29
Der Stadtrat bestimmt das Inkrafttreten des vorliegenden Baugesetzes nach Annahme durch das Volk und nach erfolgter Genehmigung durch die Regierung.1
1 Von der Regierung des Kantons Graubünden mit Beschluss vom 3. Juli 2007 (Prot. Nr. 813) genehmigt. Vom Stadtrat mit Beschluss vom 10. September 2007 (SRB 598) auf den 15. September 2007 in Kraft gesetzt. 1.7.2020 29 611 $$$ Anhang Erhaltungsbereiche / Gebiete mit besonderer Wohnqualität Beschlossen vom Gemeinderat am 5. Oktober 2006 Erhaltungsbereiche
Für die folgenden Erhaltungsbereiche gilt als Planungszweck die quartierspezifische Qualitätssicherung und Strukturerhaltung von Gebieten mit besonderer Wohnqualität. Es gelten über die Bestimmungen in Art. 79 hinaus die folgenden Planungsgrundsätze: Überdurchschnittliche Wohnqualität sichern und Wohngebiet vor Übernutzung sowie Nutzungsumwandlung schützen Gebietstypische Baustruktur sichern Neubauten ordnen sich in die vorhandene Quartierstruktur ein Hohen Grünanteil und charakteristische Grünstruktur sichern und ergänzen Gebietspezifischen Charakter des öffentlichen Raumes pflegen Parkierung im Strassenraum anbieten, um Parkierung auf privatem Grund zu minimieren Quartierdurchlässigkeit verbessern
Für jedes Gebiet mit besonderer Wohnqualität stehen im Sinne von Leitbildern Studien zur Verfügung, die jedoch keinen rechtsverbindlichen Charakter haben.
Für die Wohnanteile findet die Regelung über Ausnützungstransporte sinngemäss Anwendung. 30 1.7.2020 $$$ 611 Gebiet Brandis
Planungszweck Entschärfen des durch die Zentrumsnähe steigenden Drucks auf die Wohnnutzung Erhalten der feinkörnigen Baustruktur mit einem hohen Durchgrünungsgrad Nutzungsart und -mass Wohnen (minimaler Wohnanteil 60%) Für die im Zonenplan bezeichneten lärmvorbelasteten Gebiete findet die Vorschrift zur minimalen Wohnnutzung keine Anwendung Gestaltungsgrundsätze Baustruktur Erhalten einer Baustruktur mit örtlich homogenen Baugruppen (ausgerichtete Gebäudeanordnung entlang Quartierstrasse) und von Wohnbauten mit gemeinsamen Merkmalen Allfällige Neubauten respektieren die Quartierstruktur und die Gebäudetypologie
Grünstruktur Sichern der starken Durchgrünung und Verringern der Versiegelung Erhalten und langfristiges Gewährleisten des hohen Anteils an hochstämmigen Bäumen
Öffentlicher Raum Gestalterisches Einbinden der Alexanderstrasse in das Quartier und Visualisieren der Einfahrt in das Quartier Der Ottoplatz soll zur Begegnungszone umgestaltet werden Aufwerten des Strassenraumes innerhalb des Quartiers als öffentlicher multifunktioneller Raum (Begegnung, Spiel, Erschliessung, Parkierung) Erhalten, Ergänzen und Wiederherstellen von Abschlüssen des privaten Raumes (Parzellengrenzen) gegenüber dem öffentlichen Raum mit durchgehenden Einfriedungen (Hecken, Zaun, Mauern, Öffnungen in Einfriedungen mit Toren schliessen) Erschliessungsgrundsätze Reduktion des quartierfremden motorisierten Verkehrs innerhalb des Quartiers Angebot von anwohnerprivilegiertem Parkieren im öffentlichen Raum, um neuen Parkplätzen in Privatgärten aktiv entgegenzuwirken Parkierung auf privatem Grund gestalterisch der Parzelle zuordnen 1.7.2020 31 611 $$$ Gebiet Gäuggeli
Planungszweck Erhalten einer gewachsenen heterogenen Baustruktur mit hoher architektonischer Qualität Entschärfen des durch die Zentrumsnähe steigenden Drucks auf die Wohnnutzung Nutzungsart und -mass Wohnen im Quartierinnern (minimaler Wohnanteil 60%) Für die im Zonenplan bezeichneten lärmvorbelasteten Gebiete findet die Vorschrift zur minimalen Wohnnutzung keine Anwendung Gestaltungsgrundsätze Baustruktur Erhalten der bestehenden Baustruktur mit ihren kompakten, turmartigen und herrschaftlichen Wohngebäuden, die in lockerer räumlicher Beziehung zu einander stehen Allfällige Neubauten als mehrgeschossige Einzelbauten respektieren die Quartierstruktur und Gebäudetypologie Dachformen mit zurückspringenden Attikageschossen sind nicht zulässig Allfällige Neubauten entlang der Oberen Plessurstrasse sind entlang der Strassenflucht auszurichten, um damit einen Freiraum zum Plessurufer zu gewährleisten. Die quartiertypische Massivbauweise mit verputzten Oberflächen soll beibehalten werden. Die Farbigkeit des Gebäudes soll sich ins Quartier integrieren
Grünstruktur Sichern der starken Durchgrünung und Verringern der Versiegelung Erhalten und langfristiges Gewährleisten des hohen Anteils an hochstämmigen Bäumen
Öffentlicher Raum Erhalten und Ergänzen von Abschlüssen des privaten Raumes (Parzellengrenzen) gegenüber dem öffentlichen Raum mit durchgehenden Einfriedungen (Staketen-, Lattenzaun, Mauern, Hecken, Öffnungen in Einfriedungen mit Toren schliessen) Aufwerten des Strassenraumes innerhalb des Quartiers als öffentlicher multifunktioneller Raum (Begegnung, Spiel, Erschliessung, Parkierung) Visualisieren der Eingangssituationen des Quartiers Aufwerten von Strassengabelungen als Quartierplätze Erschliessungsgrundsätze Reduktion des quartierfremden motorisierten Verkehrs innerhalb des Quartiers Angebot von anwohnerprivilegiertem Parkieren im öffentlichen Raum, um neuen Parkplätzen in Privatgärten aktiv entgegenzuwirken 32 1.7.2020 $$$ 611 Parkierung auf privatem Grund gestalterisch der Parzelle zuordnen Ergänzen der Quartierdurchlässigkeit und Anschlüsse an Nachbarquartiere für Fussgänger und Radfahrer 1.7.2020 33 611 $$$ Gebiet Loë
Planungszweck Struktursicherung und -ergänzung des begehrten Wohnquartiers in Hanglage Erhalten und Ergänzen des stark durchwachsenen, parkähnlichen Grünraumes, in welchem die Gebäude eingebettet sind Nutzungsart und -mass Wohnen (minimaler Wohnanteil 60%) Für die im Zonenplan bezeichneten lärmvorbelasteten Gebiete findet die Vorschrift zur minimalen Wohnnutzung keine Anwendung Gestaltungsgrundsätze Bebauungsstruktur Erhalten der bestehenden Baustruktur mit ihren kompakten dreigeschossigen Stadthäusern, die in die Hanglage eingepasst sind und in lockerer räumlicher Beziehung zueinander stehen Neubauten als mehrgeschossige Einzelbauten respektieren die Quartierstruktur und Gebäudetypologie
Grünstruktur Sichern der starken Durchgrünung und Verringerung der Versiegelung Erhalten und langfristiges Gewährleisten des hohen Anteils an hochstämmigen Bäumen Schutz der Baumallee entlang der Loëstrasse
Öffentlicher Raum Erhalten und Ergänzen von Abschlüssen des privaten Raumes (Parzellengrenzen) gegenüber dem öffentlichen Raum mit durchgehenden Einfriedungen (Staketen-, Lattenzaun, Mauern, Hecken, Öffnungen in Einfriedungen mit Toren schliessen) Aufwerten des Strassenraumes innerhalb des Quartiers als öffentlicher multifunktioneller Raum (Begegnung, Spiel, Erschliessung, Parkierung) Erschliessungsgrundsätze Reduktion des quartierfremden motorisierten Verkehrs innerhalb des Quartiers Angebot von anwohnerprivilegiertem Parkieren im öffentlichen Raum, um neuen Parkplätzen in Privatgärten aktiv entgegenzuwirken Parkierung auf privatem Grund gestalterisch der Parzelle zuordnen Ergänzen der Quartierdurchlässigkeit für Fussgänger 34 1.7.2020 $$$ 611 Gebiet Rheinquartier Scalettastrasse Planungszweck Erhalten der Einheit der zusammenhängenden, rasterförmigen Einfamilienhausstruktur mit einem hohen Durchgrünungsgrad Nutzungsart und -mass Wohnquartier (minimaler Wohnanteil 60%) Für die im Zonenplan bezeichneten lärmvorbelasteten Gebiete findet die Vorschrift zur minimalen Wohnnutzung keine Anwendung Gestaltungsgrundsätze Baustruktur Erhalten der rasterartigen Quartierstruktur mit würfelförmigen Einzelbauten
Grünstruktur Sichern der starken Durchgrünung und Verringerung der Versiegelung Erhalten und langfristiges Gewährleisten des hohen Anteils an hochstämmigen Bäumen Fördern der Hecken entlang Parzellengrenzen
Öffentlicher Raum Erhalten und Ergänzen von Abschlüssen des privaten Raumes (Parzellengrenzen) gegenüber dem öffentlichen Raum mit durchgehenden Einfriedungen (Hecken, Zaun, keine Mauern, Öffnungen in Einfriedungen mit Toren schliessen) Aufwerten des Strassenraumes innerhalb des Quartiers als öffentlicher multifunktioneller Raum (Begegnung, Spiel, Erschliessung, Parkierung) Visualisieren der Eingangssituationen des Quartiers Erschliessungsgrundsätze Reduktion des quartierfremden motorisierten Verkehrs innerhalb des Quartiers Angebot von anwohnerprivilegiertem Parkieren im öffentlichen Raum, um neuen Parkplätzen in Privatgärten aktiv entgegenzuwirken Parkierung auf privatem Grund gestalterisch der Parzelle zuordnen Ergänzen der Quartierdurchlässigkeit für Fussgänger 1.7.2020 35 611 $$$ Gebiet Rheinquartier Untere Plessurstrasse Planungszweck Erhalten der lockeren Einheit der rasterförmigen Quartierstruktur mit einem hohen Durchgrünungsgrad Nutzungsart und -mass Wohnquartier (minimaler Wohnanteil 60% in der Wohnzone) Gestaltungsgrundsätze Baustruktur Erhalten der abwechslungsreichen Quartierstruktur mit würfelförmigen Einzelbauten Erhalten und Schutz des einheitlichen Einfamilienhausquartiers mit einer zusammenhängenden, regelmässigen Rasterstruktur
Grünstruktur Sichern der starken Durchgrünung und Verringern der Versiegelung Fördern der Hecken entlang der Parzellengrenzen Einbezug des Plessurraumes in die Strassenraumgestaltung der Unteren Plessurstrasse (Beziehung Strassen- und Flussraum) und aufwerten als Teil eines eigenständigen bandartigen Erholungsraumes
Öffentlicher Raum Visualisieren der Eingangssituationen des Quartiers Aufwerten des Strassenraumes innerhalb des Quartiers als öffentlicher multifunktioneller Raum (Begegnung, Spiel, Erschliessung, Parkierung) Erhalten und Ergänzen von Abschlüssen des privaten Raumes (Parzellengrenzen) gegenüber dem öffentlichen Raum mit durchgehenden Einfriedungen (Hecken, Zaun, keine Mauern, Öffnungen in Einfriedungen mit Toren schliessen) Erschliessungsgrundsätze Reduktion des quartierfremden motorisierten Verkehrs innerhalb des Quartiers Angebot von anwohnerprivilegiertem Parkieren im öffentlichen Raum, um neuen Parkplätzen in Privatgärten aktiv entgegenzuwirken Parkierung auf privatem Grund gestalterisch der Parzelle zuordnen Ergänzen der Quartierdurchlässigkeit für Fussgänger und Velos 36 1.7.2020 $$$ 611 Gebiet Stampagarten
Planungszweck Entschärfen des durch die Zentrumsnähe steigenden Drucks auf die Wohnnutzung Erhalten der feinkörnigen Baustruktur mit einem hohen Durchgrünungsgrad Nutzungsart und -mass Wohnen (minimaler Wohnanteil 60%) Gestaltungsgrundsätze Baustruktur Erhalten einer ausgewogenen Quartierstruktur von Einfamilien-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern mit einer homogenen Gesamterscheinung Neubauten respektieren die bestehende Quartierstruktur und Gebäudetypologie Dachformen mit zurückspringenden Attikageschossen sind nicht zulässig
Grünstruktur Sichern der starken Durchgrünung und Verringerung der Versiegelung Erhalten und langfristiges Gewährleisten des hohen Anteils an hochstämmigen Bäumen
Öffentlicher Raum Gestalterisches Einbinden der Stampastrasse in das Quartier und Visualisieren der Einfahrt in das Quartier Aufwerten des Strassenraumes innerhalb des Quartiers als öffentlicher multifunktioneller Raum (Begegnung, Spiel, Erschliessung, Parkierung) Erhalten und Ergänzen von Abschlüssen des privaten Raumes (Parzellengrenzen) gegenüber dem öffentlichen Raum mit durchgehenden Einfriedungen (Hecken, Zaun, Mauern (nur entlang Masanserstrasse), Öffnungen in Einfriedungen mit Toren schliessen Erschliessungsgrundsätze Reduktion des quartierfremden motorisierten Verkehrs innerhalb des Quartiers Angebot von anwohnerprivilegiertem Parkieren im öffentlichen Raum, um neuen Parkplätzen in Privatgärten aktiv entgegenzuwirken Parkierung auf privatem Grund gestalterisch der Parzelle zuordnen Ergänzen der Quartierdurchlässigkeit für Fussgänger 1.7.2020 37 611 $$$ Anhang Rahmenbedingungen zu einzelnen Gebieten mit Folgeplanungspflicht Beschlossen in der Volksabstimmung vom 5. Juni 20161
Arealplangebiet Gesundheitsresort Fontana
Das Arealplangebiet Gesundheitsresort Fontana befindet sich auf der Parzelle Nr. 2729 und ist im Generellen Gestaltungsplan ausgewiesen. Folgende Rahmenbedingungen sind bei der Arealplanung zu berücksichtigen: Die Nutzungs-, Gestaltungs- und Erschliessungsvorschriften sind so auszugestalten, dass dem Ruhebedürfnis des Spitalbetriebs und der angrenzenden Wohnzonen angemessen Rechnung getragen wird. Dächer und Aufbauten von neuen Bauten dürfen die Höhe von 686 m.ü.M. nichtüberragen. Ausgenommen sind gesetzlich zulässige Dachdurchbrüche sowie Kamine und installationstechnisch bedingte Dachaufbauten (z.B. Liftschacht, Treppenhaus). Maximale Wohnanteile sind festzulegen. Generell wird eine qualitativ hochstehende Bebauung in Bezug auf Siedlungsstruktur, Architektur, Einfügung in die Umgebung und Erschliessung angestrebt. Dies ist mit einem qualifizierten Verfahren (Testplanung, Studienauftrag oder ähnliches) zu erreichen. Die Verkehrserschliessung des Gebietes erfolgt grundsätzlich über die Lürlibadstrasse, sowie allenfalls über die Böschenstrasse. Eine Erschliessung der Hauptnutzung über die Brändligasse ist ausgeschlossen. Eine Anbindung ans Fernwärmenetz der Fernwärme Chur AG ist anzustreben.
1 Von der Regierung des Kantons Graubünden mit Beschluss vom 6. Juni 2017 (Prot. Nr. 513) genehmigt und in Kraft gesetzt 38 1.7.2020 $$$ 611 Inhaltsverzeichnis I. Allgemeine Bestimmungen … 1 A. Grundlagen … 1
Original-Wortlaut, automatisch extrahiert und typografisch neu gesetzt. Massgeblich ist die amtliche Publikation der Gemeinde. Assistenzdaten, keine Rechtsauskunft.