Art. 15 · Dachgestaltung
BZO Zonenreglement Siedlung Muenchenstein · S. 11 · Original-PDF
1) zusätzliches Vollgeschoss bei Neubauten mit Flach- oder Pultdach, dabei gilt die Fassadenhöhe als Gebäudehöhe (maximal 5.8 m), siehe Prinzipskizze im Anhang 2 2) In diesem Gebiet wurden Baulandumlegungen durchgeführt. Zur Ermittlung der anrechenbaren Parzellenfläche ist die Tabelle im Anhang 1 massgebend. 3) Aufstufung gemäss Art. 43 Abs. 2 LSV von der Lärmempfindlichkeitsstufe II in die Lärmempfindlichkeitsstufe III für die im Zonenplan definierten Bereiche 4) Wohn- und Geschäftszone mässig störend (§ 21 Abs. 3 RBG) = Lärmempfindlichkeitsstufe III 5) Zuweisung der Lärmempfindlichkeitsstufe gemäss Zonenplan Siedlung aufgrund Zweckbestimmung für die einzelnen Zonen für öffentliche Werke und Anlagen Jermann Ingenieure + Geometer AG 11/141 D. Allgemeine Vorschriften D.1 Definition der baulichen Nutzung
Kommentar § 15 Dachgestaltung
Prinzipskizze siehe Anhang 2
1Die nachfolgenden Bestimmungen zur Dachgestaltung gelten für die Wohnzonen, die Wohn- und Geschäftszonen sowie die Zentrumszonen. In den Gewerbe- und Industriezonen ist die Dachgestaltung frei.
2Bei Satteldächern muss die Firstlage mindestens 25 % von der Gebäudebreite zurückversetzt angeordnet werden.
3Für Satteldächer mit Wiederkehr-Anbauten gelten folgende Gestaltungsgrundsätze:
a)Der Wiederkehr-Anbau muss mindestens 1.0 m über die Fassade des Hauptbaus vorspringen.
b)Der Wiederkehr-Anbau darf die halbe Gebäudelänge nicht überschreiten.
c)Der First des Wiederkehr-Anbaus muss mindestens 1.0 m tiefer angeordnet werden als der First des Hauptbaus.
d)Der seitliche Abstand zu den Fassadenenden muss mindestens 1.0 m betragen.
e)Die Dachneigung von Wiederkehr-Anbauten muss symmetrisch sein.
f)Bei mehreren Wiederkehr-Anbauten muss ein Abstand von mindestens 1.0 m eingehalten werden.
4Für Mansarddächer gelten folgende Gestaltungsgrundsätze:
a)Mansarddächer sind ab zwei baulich realisierten Vollgeschossen zulässig.
b)Bei nicht quadratischen Bauten muss die Firstrichtung parallel zur längeren Fassade angeordnet werden.
c)Bauten mit Mansarddach müssen giebelseitig einen Walm aufweisen.
d)Der Abschluss der unteren Dachfläche kann mit einer Würge Würge = leicht geknickter, auskraausgebildet werden. gender Dachüberstand, mit flacherer Neigung als die anschliessende
e)In der unteren Dachfläche sind zwingend senkrechte Fenster zu erstellen. Diese sind unterteilt anzuordnen und auf die Fassadengestaltung abzustimmen (Farbgebung, Anordnung). Sie dürfen umlaufend und fassadenbündig platziert werden. Die Dachfläche ist unterhalb der Belichtungselemente auf einer Breite von mindestens zwei Ziegelreihen durchzuziehen; Dachfläche.
f)In der oberen Dachfläche sind Dachflächenfester gestattet. Die Anordnung der Dachflächenfenster ist mit der übrigen Fensteranordnung bzw. Fassadengestaltung abzustimmen. Jermann Ingenieure + Geometer AG 17/141
g)Der Knickpunkt der unteren zur oberen Dachfläche muss mindestens 1.0 m von der Fassadenflucht zurückversetzt (waagrecht gemessen) und mindestens 1.0 m unterhalb der Firsthöhe (senkrecht gemessen) angeordnet werden.
5Flachdächer von Hauptbauten haben ökologische Funktionen zu erfüllen, soweit sie nicht als Terrassen genutzt werden. Davon ausgenommen sind Vordächer. Dächer mit einer Neigung bis 5° gelten als Flachdächer.
Beispiele von ökologischer Funktion auf Flachdächern:
–Extensive Begrünung
–Nutzung Sonnenenergie
–Retention
–Brauchwasser-Sammlung
| Zone | Bebauungs- ziffer § 4 ZR | Vollgeschoss- zahl § 14 ZR | Sockelgeschoss- höhe talseits / bergseits § 5 ZR | Fassaden- höhe § 6 ZR | Gebäude- höhe 7 ZR | Gebäude- länge § 8 ZR | Wohnungs- zahl pro Bau- körper | Dach- formen § 15 ZR | Lärm-Empfind- lichkeitsstufe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| W1a | 20 % | 1 (1 | 3.0 m / 1.3 m | 3.5 m (-) (1 | 6.5 m (5.8 m) (1 | 20.0 m | 2 | frei, ausgenommen Kreuzgiebeldächer und Runddachformen sowie Mansardendächer in den Zonen W1a und W1b | II |
| W1b | 17 % (2 | 1 (1 | 3.0 m / 1.3 m | 3.5 m (-) (1 | 6.5 m (5.8 m) (1 | 20.0 m | 2 | II | |
| W2a | 23 % | 2 | 1.5 m / 1.0 m | 6.5 m | 9.5 m | 35.0 m | - | II | |
| W2b | 21 % (2 | 2 | 1.5 m / 1.0 m | 6.5 m | 9.5 m | 35.0 m | - | II | |
| W3 | 25 % | 3 | 1.5 m / 1.0 m | 9.0 m | 12.0 m | 35.0 m | - | II / III (3 | |
| W4 | 25 % | 4 | 1.5 m / 1.0 m | 12.0 m | 15.0 m | 35.0 m | - | II | |
| WG2 | 23 % | 2 | 1.5 m / 1.0 m | 6.5 m | 9.5 m | 35.0 m | - | II | |
| WG3 | 25 % | 3 | 1.5 m / 1.0 m | 9.0 m | 12.0 m | 35.0 m | - | II / III (3 | |
| WG3+ | 25 % | 3 | 1.5 m / 1.0 m | 9.0 m | 12.0 m | 35.0 m | - | III (4 | |
| WG4+ | 25 % | 4 | 1.5 m / 1.0 m | 12.0 m | 15.0 m | 35.0 m | - | III (4 | |
| Z3a | 30 % | 3 | 1.5 m / 1.0 m | 9.0 m | 12.0 m | 35.0 m | - | III | |
| Z3b | 40 % | 3 | 1.5 m / 1.0 m | 9.0 m | 12.0 m | 35.0 m | - | III | |
| Z4 | 30 % | 4 | 1.5 m / 1.0 m | 12.0 m | 15.0 m | 35.0 m | - | III | |
| G10 | - | - | - | - | 10.0 m | - | - | - | III |
| G12 | - | - | - | - | 12.0 m | - | - | - | III |
| G15 | - | - | - | - | 15.0 m | - | - | - | III |
| G25 | - | - | - | - | 25.0 m | - | - | - | III |
| G30 | - | - | - | - | 30.0 m | - | - | - | III |
| J20 | - | - | - | - | 20.0 m | - | - | - | IV |
| J25 | - | - | - | - | 25.0 m | - | - | - | IV |
| öW+A | - | - | - | - | - | - | - | - | II / III (5 |
Tabelle von S. 11 des Originals, Zellstruktur automatisch gelesen. Verbindlich ist das Original-PDF.
Original-Wortlaut, automatisch extrahiert und typografisch neu gesetzt. Massgeblich ist die amtliche Publikation der Gemeinde. Assistenzdaten, keine Rechtsauskunft.