Art. 512 · Baupolizeiliche Masse: Abweichungen
BZO Baureglement Interlaken · S. 7 · Original-PDF
GBR Baupolizeiliche Masse: Abweichungen in Ortsbildgestaltungsbereigelung auf Gemeindeebene.
Der Ausgleich von Planungsvorteilen richtet sich nach kantonalem Recht sowie dem am 1. Juli 2017 in Kraft getretenen Reglement der Gemeinde über den Ausgleich von Planungsvorteilen vom 2. Mai 2017.
Das Baureglement regelt nicht alles. Es belässt genügend Spielraum, um z.B. in der Bau- und Aussenraumgestaltung auf unterschiedliche Gegebenheiten einzugehen. Diese müssen jedoch sorgfältig analysiert werden. Das Baureglement bietet Erweiterungen des Gestaltungsspielraumes an; allerdings unter der Voraussetzung, dass die Siedlungs- und architektonische Qualität gewährleistet ist. Wer baut, übernimmt Verantwortung gegenüber der Mitwelt. Die Bestimmungen des Baureglements sollen helfen, diese Verantwortung wahrzunehmen.
Die Zuständigkeiten sind in Artikel 631, im übergeordneten Recht sowie im Organisations- und im Kommissionenreglement der Gemeinde Interlaken geregelt. chen und Art. 521 GBR für erhaltens- und schützenswerte Bauten. Art. 142 ff. BauG Mehrwertausgleich Vgl. Art. 421 GBR Qualitätssicherung Vgl. Art. 66 BauG Zuständigkeiten Einwohnergemeinde Interlaken 8 Gemeindebaureglement (GBR) 02 Abkürzungsverzeichnis1 A Arbeitszone Abs. Absatz aGbF Anrechenbare Gebäudefläche AGR Amt für Gemeinden und Raumordnung Art. Artikel BauG Baugesetz vom 09.06.1985 (BSG 721.0) BauV Bauverordnung vom 06.03.1985 (BSG 721.1) BewD Dekret vom 22.03.1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret; BSG 725.1) BeP Bebauungsplan (altrechtlicher Begriff für Überbauungsplan) BLP Baulinienplan (altrechtlicher Begriff für Überbauungsplan) BSG Bernische Systematische Gesetzessammlung Bst. Buchstabe BMBV Verordnung vom 25.05.2011 über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen (BSG 721.3) BUD Dekret vom 12.02.1985 über die Umlegung von Baugebiet, die Grenzregulierung und die Ablösung von Dienstbarkeiten (Baulandumlegungsdekret; BSG 728.1) EG ZGB Gesetz vom 28.05.1911 betreffend die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (BSG 211.1) ES Empfindlichkeitsstufe nach LSV Fh Fassadenhöhe Fh tr Fassadenhöhe traufseitig GBD Dekret vom 12.02.1985 über die Beiträge der Grundeigentümer an Erschliessungsanlagen und an weitere öffentliche Werke und Massnahmen (Grundeigentümerbeitragsdekret; BSG 732.123.44) GBR Gemeindebaureglement GA Gebäudeabstand gA Grosser Grenzabstand GeP Gestaltungsplan (altrechtlicher Begriff für Überbauungsplan) GH Gesamthöhe GL Gebäudelänge GrA Grenzabstand GrZ Grünzone HA, HB, HC Hotelzonen (A, B oder C) IVS Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz
1 eingefügt mit Fassung vom 1. September 2020 Einwohnergemeinde Interlaken 9 Gemeindebaureglement (GBR) KEnG Kantonales Energiegesetz vom 15. Mai 2011 (BSG 741.1) KEnV Kantonale Energieverordnung vom 26.10.2011 (741.111) kA Kleiner Grenzabstand KoG Koordinationsgesetz vom 09.06.1994 (BSG 724.1) KWaG Kantonales Waldgesetz vom 05.05.1997 (BSG 921.11) KWaV Kantonale Waldverordnung vom 29.10.1997 (BSG 921.111) LSV Eidgenössische Lärmschutz-Verordnung vom 15.12.1986 (SR 814.41) LWZ Landwirtschaftszone MA Mischzone MA3 / Mischzone drei-/viergeschossig MA4 MK Mischzone Kern NBRD Dekret vom 10.02.1970 über das Normalbaureglement (BSG 723.13) OK Oberkant OLK Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder RPG Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (SR 700) RPV Raumplanungsverordnung vom 28.06.2000 (SR 700.1) SBV Sonderbauvorschriften (altrechtlicher Begriff für Überbauungsvorschriften) SG Strassengesetz vom 04.06.2008 (BSG 732.11) SFG Gesetz vom 06.06.1982 über See- und Flussufer (BSG 704.1) SFV Verordnung vom 29.06.1983 über See- und Flussufer (BSG 704.111) SR Systematische Sammlung des Bundesrechts SV Strassenverordnung vom 29.10.2008 (BSG 732.111.19) UeO Überbauungsordnung USG Bundesgesetz vom 07.10.1983 über den Umweltschutz (SR 814.01) USP Uferschutzplan VG Vollgeschoss W Wohnzone W2/ W3 / W4 Wohnzone /zwei-/drei-/viergeschossig WBG Gesetz vom 14.02.1989 über Gewässerunterhalt und Wasserbau (BSG 751.11) WBV Wasserbauverordnung vom 15.11.1989 (BSG 751.11) ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10.12.1907 (SR 210) ZöN Zone für öffentliche Nutzungen ZPP Zone mit Planungspflicht ZSF Zone für Sport und Freizeitanlagen Einwohnergemeinde Interlaken 10 Gemeindebaureglement (GBR) 1 Geltungsbereich Kommentar: 111 Sachlich Das Gemeindebaureglement (GBR) umfasst kommunales Bau-, Planungs- und Umweltrecht. Umweltrecht umfasst insbesondere Natur-, Landschafts-, Ortsbild- und Denkmalschutz. Weiteres Umweltrecht findet sich auch im Ortspolizeireglement, weiteres Bau- und Planungsrecht in Überbauungsordnungen (Übersicht Art. 321und 0 GBR). 112 Räumlich Das GBR gilt für das ganze Gemeindegebiet. Einwohnergemeinde Interlaken 11 Gemeindebaureglement (GBR) 2 Nutzungszonen 21 Wohn-, Misch-, Hotel- und Arbeitszonen 211 Art der Nutzung
1Für die einzelnen Bauzonen gelten die folgenden Nutzungsarten, Wohnanteile und Lärmempfindlichkeitsstufen: ES = Lärmempfindlichkeitsstufe (Art.
43LSV) Zone Abk. Nutzungsart /ES 2 – Wohnen II
–Dem Wohnen gleichgestellt sind Nutzungen wie GemeinWohnzonen W schaftsräume, Kindergärten, Kindertagesstätten und ähnliche Nutzungen
–stille Gewerbe
–In den im Zonenplan 1 besonders bezeichneten Gebieten Stilles Gewerbe wie z.B. Büros, Arztpraxen, Quartierläden, Coiffeurbetriebe oder Künstlerateliers wirken in der Regel weder durch ihren Betrieb noch durch den verursachten Verkehr störend (Art. 90 Abs. 1 BauV). gilt die ES III.
Nicht zulässig in den Wohnzonen sind2: Die Vermietung von Ferienwohnungen für mehr als drei aufeinanderfolgende Nächte ist weiterhin zulässig a) die Vermietung von Wohnungen und Einzelzimmern für eine Dauer von weniger als drei hintereinander folgenden Nächten; für derartige kurzzeitige Vermietungen ist die Besitzstandsgarantie ausgeschlossen. Kurzzeitige Vermietungen von Einzelzimmern und Wohnungen bleiben zulässig:
–in Hotels und weiteren strukturierten BeherberAls strukturierte Beherbergungsbetriebe gelten Betriebe gemäss Art. 7 Abs. 2 Bst. b ZWG i.V.m.
Original-Wortlaut, automatisch extrahiert und typografisch neu gesetzt. Massgeblich ist die amtliche Publikation der Gemeinde. Assistenzdaten, keine Rechtsauskunft.